Montag, 20. Juli 2015

Der Computer ist kein Radio. Und was uns die Urheberrechtsnovelle bringt.

Jetzt war es doch lange sehr ruhig auf diesem Blog. Und das liegt nicht nur am Semesterabschluss, sondern vor allem auch an der Tatsache, dass ich mich in der letzten Zeit sehr intensiv mit neuen Themen beschäftigt habe, die ich so noch nicht verbloggen kann. Aber ich arbeite daran – versprochen. Heute nur mal ein paar Fundstücke, die mich ebenfalls gerade beschäftigen. Und es hat mal wieder mit dem Thema Recht (in einem weiten Sinne) zu tun.

Public Domain (Pixabay)


Zum einen gibt es in Österreich die Urheberrechtsnovelle, auf die wir schon so lange gewartet haben. Mit 1. Oktober 2015 tritt sie in Kraft und sieht Änderungen in Hinblick auf Werknutzung im Unterricht (u.a. an Schulen und Universitäten; §42g) vor sowie ein neu geregeltes Zitatrecht (§42f)und den Absatz „Unwesentliches Beiwerk“ (unter §42e), für das eine freie Werknutzung eingeführt wurde. Inwiefern die vorgenommenen Änderungen eine Erleichterung bringen, wird sich zeigen. Wer sich mit der Materie beschäftigen will, findet auf der Seite des Parlaments der Republik Österreich den Text der Urheberrechtsnovelle und auf HELP.gv.at eine Erklärung dazu. Wer sich noch immer nicht sicher ist, kann sich freuen: Auf www.imoox.at wird aber 2. November ein offener MOOC zum Thema E-Learning & Recht stattfinden, der u.a. die Novelle thematisiert.
Und noch so eine rechtliche Sache. Wie groß war doch die Freude, als im Oktober bekannt wurde, dass der EuGH entschied, das Einbetten (Framen) von im Netz verfügbarer Videos verstoße nicht gegen das Urheberrecht. Umso größer jetzt die Enttäuschung oder auch das Unverständnis oder wie man das Gefühl nennen möchte, dass diese Entscheidung nur auf Videos zutrifft, die ihrerseits keine Urheberrechtsverletzung darstellen. Nun denn, der Rechteinhaber entscheidet.

Und brandaktuell (und für einige doch gut fürs Geldbörserl): Computer mit Internetanschluss sind keine Radios oder Fernseher. Man muss für sie keine extra GIS-Gebühr zahlen. So berichtet der Standard in seiner aktuellen Ausgabe.

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