Donnerstag, 6. November 2014

Auf ein Neues: WhatsApp und die Privatsphäre

Bereits an anderer Stelle habe ich über WhatsApp, die allgemeinen Bedenken und meine persönliche Sichtweise zu diesem allseits beliebten Messenger geschrieben. Und irgendwie hat sich da in letzter Zeit doch wieder was getan bei WhatsApp, nachdem es doch in den Monaten davor (und somit nach der Übernahme durch Facebook) ein wenig ruhig geworden ist um die App.

Immer wieder ist zu hören und lesen, dass sich die Nutzer/innen sehr wohl klar darüber sind, was WhatsApp im Hintergrund so alles speichert und somit weiß. Aber wie wurde mir erklärt: Was soll ich tun? Alle haben WhatsApp und wenn ich jetzt alleine zu einem anderen Anbieter wechsle, na was macht das denn dann für einen Sinn? Ich gebe zu, die Argumentation hat was, aber wollen wir wirklich so durchsichtig sein? Vor allem mit dem neuesten Coup von WhatsApp?

Seit neuestem gibt es bei WhatsApp, übrigens wie auch bei Facebook, kleine blaue Häkchen, die markieren, ob eine Nachricht gelesen wurde oder nicht. Die Ausrede - Sorry! Ich habe deine Nachricht nicht gesehen! - entfällt damit wohl, wie auch Spiegel Online resümiert. Die Welt zeigt uns in einer charmanten Weise, wie diese Gesehen- bzw. Gelesen-Funktion in der Realität aussieht. Ein Puzzlestein also mehr in der Analyse des WhatsApp-Nutzungsverhaltens. Denn dass WhatsApp ziemlich genau weiß, wann jemand die App aktiv nutzt und wann nicht, ist schon länger klar (Spiegel Online hat darüber schon am 23. September 2014 in Datenschutz: Telefonnummer verrät WhatsApp-Nutzungsverhalten berichtet).

Und besonders spannend finde ich dabei jene Menschen, die Kundenkarten ablehnen, weil sie Einkäufe nachverfolgbar machen, die aber fleißig WhatsApp nutzen. Ein kleiner (großer?) Widerspruch ist durchaus erkennbar...

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