Freitag, 14. Februar 2014

WhatsApp?

Wie schnelllebig die Zeit ist, erkenne ich immer öfter: Auf die Frage "Schickst mir ein SMS?" kommt immer häufiger die erstaunte Gegenfrage: "SMS? Bist du nicht auf WhatsApp?" Und das gibt mir immer wieder zu denken. Nicht, dass ich WhatsApp nicht interessant fände, aber ich habe eben eine grundlegende Skepsis beim Installieren neuer Apps auf meinem Smartphone oder Tablet. Das liegt zum einen sicherlich daran, dass die Rechte, die einzelne Apps einfordern, nicht nachvollziehbar wirken, zum anderen aber auch daran, dass ich mich, bevor ich eine App installiere, gerne über die App informiere. Ich denke hier an die ZDF-Reportage Hilfe ich bin Nackt aus dem Jahr 2011. Und bei WhatsApp wird die Skepsis nicht kleiner, wenn man sich informiert.

Google weiß alles, das ist mir klar. Wer auf Facebook ist, gibt  einen Großteil seiner Persönlichkeit preis (auch infolge von nicht immer transparenten Änderungen der Privacy-Einstellungen zum Beispiel). Ja, auch das ist klar. Da weiß man mittlerweile aber, dass es so ist, und man vorsichtig sein sollte.

Bei WhatsApp scheint mir die Sachlage ein wenig anders zu sein und das Bewusstsein dafür zu fehlen, was diese beliebte App eigentlich "tut" und "weiß". Ein aktueller Artikel in der WAZ trägt den plakativen Titel Wie die "Super-Wanze" Whatsapp die Privatsphäre aushöhlt. Darin werden die Gefahren der App angesprochen. In einigen Gruppen und Foren wird mittlerweile darüber diskutiert, dass WhatsApp in dieser Hinsicht ja keine Ausnahme ist. Und auch in der Vergangenheit gab's immer wieder Beispiele dafür, dass Anwendungen Informationen speichern, ohne die Anwender/innen darüber explizit zu informieren (man denke hier an den die Aufregung um Skype im letzten Jahr).

Das ist sicherlich richtig. Deshalb ist es wichtig, zu informieren und aufzuklären. Hierfür empfiehlt sich - in meinen Augen - der Leitfaden Sicher unterwegs in WhatsApp von Saferinternet.at (nur einer von vielen Leitfäden zum Thema Privatsphäre, die Saferinternet.at für Eltern, Lehrer/innen und Jugendliche erstellt hat). Im Leitfaden wird nicht nur die Handhabung von WhatsApp erklärt, sondern es werden auch Sicherheitshinweise und Hintergrundinformationen gegeben, die man kennen sollte, wenn man sich für diese App entscheidet.

Und genau hier liegt für mich auch der entscheidende Punkt: Ich kann mich über die App informieren, wobei die Informationen aus einer sicheren Quelle stammen, und mich dann bewusst für oder gegen WhatsApp entscheiden. Ein bewusster Umgang mit Apps ist wichtig und sollte eigentlich selbstverständlich sein. Zumindest in meinen Augen. Und deshalb bleibe ich auch beim guten alten SMS, auch wenn mir WhatsApp vielleicht viel mehr bieten könnte.

Kommentare:

  1. Ein weiterer topaktueller Artikel zum Thema: http://www.giga.de/downloads/whatsapp-fuer-iphone/news/super-wanze-whatsapp-man-kann-es-auch-uebertreiben/

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  2. Ich liebe es, WhatsApp in der Kommunikation mit den Schülerinnen und Schülern einzusetzen. Es ist kostenlos, schnell und multifunktional. Aber es gibt noch mehr Gründe dafür:

    http://traegheitderklasse.blogspot.de/2013/12/whatsapp-gute-grunde-fur-den-einsatz-in.html

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